Intendant Gregor Mahler hat es nicht leicht. Immer weniger Zuschauer kommen in sein Theater. Ein Grund dafür ist, dass seit fünfundzwanzig Jahren die Rolle der Julia von seiner Ex-Frau Walburga Stern gespielt wird. Sie ist zu allem Überfluss auch noch Geldgeberin des Theaters und droht, ihr Vermögen abzuziehen, sollte sie die Rolle der Julia nicht mehr spielen. Regisseur Waldemar „Woody“ Kramer würde zu gern eine neue Julia engagieren und auch Jungschauspieler Jonas sähe es lieber, wenn er als Romeo einer anderen Dame den Hof machen könnte. Doch niemand traut sich, sich Walburga in den Weg zu stellen. Durch Zufall wird eine neue, junge Darstellerin für die Julia entdeckt. Zur gleichen Zeit verschwindet Walburga spurlos. Allen anderen machen die Proben wieder Spaß und auch die Aufführung läuft gut, bis die verschwundene Walburga in die Schlussszene platzt, und somit zwei Julias auf der Bühne stehen. Jetzt ist guter Rat teuer. Wer hat Walburga im Heizungskeller eingesperrt und warum spioniert die neue Intendantin des anderen Theaters im Ort undercover als Putzfrau Olga? Da stellt sich die Frage, ob Shakespeare wirklich immer geht.
Premiere 8. November 2025 | Stadttheater Bruck