Stücke

Sir Desmond Harrington ist in seinem Heimatort Sittaford eine angesehene Persönlichkeit. Er engagiert sich im örtlichen Verein für Sitte und Ordnung, sammelt mit Leidenschaft teure Antiquitäten und ist obendrein ein stolzes Mitglied des hiesigen Krimiclubs. Anlässlich seines fünfzigsten Geburtstags bereiten seine Freunde Raymond Welsh, Victoria Lightfood und Pater Welcome eine Überraschungsfeier in seinem Haus vor. Ein kleines Mörderspiel, ein berühmter Zauberer und die köstliche Eierlikörtorte von Butler Ben sollen den Abend perfekt machen.

Die höchst beklagenswerte und gänzlich unbekannte Ehetragödie von ROMEO & JULIA - Ohne Tod kein Happy End

Komödie in fünf Akten von Michael Niavarani, sehr lange nach William Shakespeare

England 1942, im Haus des konservativen Pfarrers Lionel Toop, der mit der eher mittelmäßigen Schauspielerin Penelope verheiratet ist. Argwöhnisch von der Kirchenvorstandsdame Miss Skillon beäugt und vom frechen Dienstmädchen Ida mit passenden Sprüchen kommentiert, entwickelt sich eine Verwechslungskomödie, an der Clive, der Ex-Schauspielerkollege Penelopes, jetzt Soldat, ein ungebetener Gast (ein entflohener deutscher Kriegsgefangener), der Bischof von Lax (Penelopes Onkel) und ein Ersatz-Pfarrer teilhaben. Am Ende sind fünf Pfarrer im Pfarrhaus versammelt, drei echte und zwei unechte.

Das Stück spielt in der Jetztzeit im Haus eines gut situierten Ehepaares am Stadtrand. Herbert, ein erfolgreicher Geschäftsmann in den besten Jahren (richtig, das sind die, die gleich nach den guten kommen), hat eigentlich alles. Eine Ehefrau – sie ist schwer hysterisch, zugegeben, aber sie versucht, es mit Yoga in den Griff zu kriegen. Ein Verhältnis mit seiner jungen Sekretärin – sie will leider ein Kind von ihm, und dass er sich endlich scheiden lässt. Einen enterbten schwulen Halbbruder, der ohne viel zu fragen bei ihm eingezogen ist. Sogar einen Magritte an der Wand hat Herbert.

Die bodenständige Irmi übt große Anziehungskraft auf schräge Existenzen aus. Die putzwütige Nachbarin und der chronisch erfolglose Schriftsteller gehen bei ihr ein und aus. Und seit dem ihr Mann "antike" Vasen aus Peru mitgebracht hat, kommt sie überhaupt nicht mehr zur Ruhe. Ein Masseur, der sich "Guru Love" nennt, ein als Käfer verkleideter Koleopterologe, ein Peruaner, der kein Deutsch versteht - was treiben diese Leute nur alle in ihrer Wohnung?

Und was hat es mit diesem seltsamen weißen Pulver in den Vasen auf sich?

Für eine erfolgreiche Farce nehme man folgende Zutaten: viele Türen für rasante Auftritte und Abgänge, Requisiten über Requisiten und natürlich ein Ensemble, das sich virtuos von Pointe zu Pointe spielt. Was allerdings, wenn die Schauspieler wenige Stunden vor der Premiere weder ihre Texte, noch die Requisiten in den Griff bekommen, stattdessen aber inhaltliche Grundsatzdiskussionen anzetteln, und der Regisseur seine eigene Generalprobe nur noch mit Valium erträgt? Aufgeben, absagen, die Premiere verschieben?

Hexenschuss (Saison 2012)

Wenn der Hausfreund durch einen plötzlichen Hexenschuss nicht mehr aus der Badewanne kann und wenn unversehens der Ehemann auftaucht, dessen Dienstreise als Pilot wegen eines 48-Stundenstreiks ausfiel, dann entsteht eine brisante Schwanksituation. Die verliebte Sally versucht den Freund vor dem Ehemann und den Ehemann vor dem Freund zu verstecken. Sie verheddert sich dabei in einem Gewirr von Notlügen. Da der Hausfreund Peter Raven ein erfolgreicher Fernseh-Talkmaster ist, muss er bei seinem Seitensprung schon die allerkleinste Indiskretion fürchten.

Der von seiner Frau verlassene Ordnungsfanatiker Felix Unger will sich umbringen. Er landet schließlich im Appartement seines Freundes, des ebenfalls getrennt lebenden, aber schon geschiedenen Sportreporters Oscar Madison. Dort findet gerade die regelmäßige Pokerrunde mit Roy, Speed, Murray und Vinnie statt. Nachdem Oscar und seine Freunde Felix beruhigt haben, beschließt Oscar, Felix bei sich aufzunehmen.

Stöpsel (Saison 2010)

Weil der bekannte Fabrikant für Hühneraugenmittel, Otto Piper, einmal inkognito reisen möchte, schreibt er sich auf Anraten seines Freundes Haberland unter falschem Namen im Hotel am Lido ein - als ein gewisser Herr Stöpsel. Es kommt aber alles anders: Einmal untergetaucht, lässt er alle Vorsicht fahren, bis er schließlich inflagranti vom (angeblichen) Ehemann der schönen Sissy entdeckt wird. Jetzt muss Stöpsel nicht nur die ausstehenden Rechnungen Sissys begleichen, sondern ist auch zum Gespött des ganzen Hotels avanciert. Piper beschließt daraufhin, vorzeitig abzureisen.

Schock für die junge Ehefrau: Die auf Europareise befindliche Erbtante kündigt kurzfristig ihren Besuch an, nicht zuletzt auch, um den Gatten ihrer frisch vermählten Nichte kennen zu lernen. Da dieser aber auf Geschäftsreise ist, muss ein geistig auf Sparflamme lebender Freund in dessen Rolle schlüpfen. Das Täuschungsmanöver scheint zu gelingen. Leider aber verursachen zahlreiche weitere Besucher - teils erwartet, teils unerwartet - ein heilloses Durcheinander, sodass bald niemand mehr von anderen weiß, wer er oder sie eigentlich ist und jeder mit jedem verwechselt.

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